Beratungshilfe, PKH Insolvenzverfahren

Beratungshilfe, PKH Insolvenzverfahren

#1 | Beitragvon Manuela77 am 09.09.2005, 13:45

Wir haben seit einiger Zeit viele Mandanten, die ihre Schuldenregulierung bei uns bearbeiten lassen. Zu 95 % bekommen sie nur Hartz IV. Es kommt immer zum Antrag auf Regel- oder Verbraucherinsolvenz. <br><br>Es geht um unsere Gebühren/Kosten. Die Schuldenregulierung kann man über Beratungshilfe abrechnen. Aber was ist mit dem Antrag auf Insolvenz und unseren ganzen Kopiekosten für den Antrag; im Durchschnitt 800 – 1500 Kopien bzw. die weiteren Insolvenzgebühren? Den Mandanten können wir dies nicht in Rechnung stellen, denn die haben kein Geld. <br><br>Gibt es irgend eine Möglichkeit unsere Gebühren/Kosten vom Staat zu bekommen z.B. auch über Beratungshilfe? Prozesskostenhilfe im Insolvenzverfahren gibt es ja wohl nicht mehr. <br>
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#2 | Beitragvon Sunny81 am 07.01.2007, 16:47

Als ich noch in meiner alten Kanzlei die Schuldenregulierung bearbeitet hab, haben wir das schon über Beratungshilfe abgerechnet. Allerdings war das noch in BRAGO-Zeiten. Ob sich da jetzt im RVG was geändert hat, kann ich nicht sagen, da ich mich damit jetzt gar nicht mehr beschäftige. Schau einfach mal nach.
Sorry hätte dir gern mehr geholfen. :wink:
Sunny81
 

#3 | Beitragvon Sandra1971 am 07.01.2007, 17:23

Die Kopierkosten mußt Du in die Beratungshilfeabrechnung mit reinnehmen, mußt Du einfach immer in der Akte notieren, was kopiert wurde. Wurde hier schon mal empfohlen. Ich habe es auch noch nicht gemacht, da wir zwar sehr viel Schuldenbereinigung machen, aber möglichst Kopien vermeiden. Wie kommen 800 - 1500 Kopien zustande bei Euch?
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#4 | Beitragvon Olliene am 10.01.2007, 12:47

Wir machen hier auch Schuldenbereinigung mit Beratungshilfe. Darüber werden Kopier- und Portokosten in tatsächlicher Höhe abgerechnet, bei den Portokosten natürlich nur wenn höher als Pauschale. Ich führe zu den Akten immer eine Liste, wo ich Kopien und Porto reinschreibe, so will es das Gericht hier.

Nur mal so:
Meine Chefin hat mir gestern eine Internetseite eines RA gezeigt, der macht auch Schuldenbereinigung über Beratungshilfe und verlangt von den Mandanten je Gläubiger 2 Briefmarken - ist das nicht frech??? Und dann rechnet der das womöglich noch mal bei Gericht ab...
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#5 | Beitragvon Kleene am 30.01.2007, 20:26

oje.. da hab ich wohl gepennt?.. Echt... gibt keine Prozesskostenhilfe im Insolvenzverfahren?

Wie macht ihr das dann alle?.. Also wirklich nur das außergerichtliche über Beratungshilfe..und den Rest quasi für lau, als "Dienst am Kunden"?..

Ich hock grad über so nem Antrag...die Mandantin kriegt das eh nicht alleine hin..ist schon ganz schön viel Arbeit..

LG
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#6 | Beitragvon Sandra1971 am 30.01.2007, 22:13

Hallo,
als mit der PKH im InsoVerfahren, das kann man knicken, habe ich auch schon versucht, weil es manchmal viel "Dienst am Kunden". Jedenfalls sagte mir unser hiesiger Rechtspfleger, die PKH könne ich mir abschminken, da der Mandant in der Lage ist, den InsoAntrag auch selbst auszufüllen. Deshalb lasse ich es lieber. Der Rechtspfleger meinte nebenbei, die InsOVerfahren kosten schon pro Verfahren so ca. 1.000,- EUR bis 2.000,- EUR, warum sollten dann noch mehr Kosten verursacht werden mit der PKH. Hab ich auch überlegt, wie viele Anwälte dann wohl sich um die InsoVerfahren reißen. Also wir machen wirklich nur die reine Schuldenregulierung. Wenn´s dann zur Eröffnung kommt, sage ich den Mandanten auch schon mal, man solle möglichst gut mit dem InsOverwalter zusammenarbeiten, dann hätte man auch keine Schwierigkeiten.

Ok, manchmal bei wenig Gläubigern und wenig Papierkrieg ist´s auch bei der Beratungshilfe schnell verdientes Geld für Cheffe, während es natürlich viel Arbeit ist, je mehr Gläubiger es werden.
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#7 | Beitragvon kroatien07 am 25.07.2007, 15:42

Hallo,

habe nächstes Jahr abschlussprüfung als Rechtsanwaltsfachangestelle. Hat jemand prüfungsunterlagen der vorjahre? Wäre euch sehr dankbar.
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