Mahnbescheid

Mahnbescheid

#1 | Beitragvon Beate12 am 08.02.2005, 22:33

Hallo,<br><br>wir haben jetzt in unserer Kanzlei folgenden Fall.<br><br>Eine auswärtige Kanzlei hat uns beauftragt einen Termin vorm Amtsgericht wahrzunehmen. Haben wir getan, alles i. O. Teilten denen mit wie es war, also alles schick. <br><br>Wir haben daher unsere Kosten abgerechnet und um Zahlung gebeten. Ein Zahlung ist bis heute nicht erfolgt. Auf Mahnungen wurde auch nicht reagiert.<br><br>So der RA möchte nun, dass ein Mahnbescheid gegen diesen Anwalt gemacht wird. Da liegt mein Problem. Er ist der Meinung, dass der MB gegen die Anwaltskanzlei zu richten ist. Wir sind der Meinung, dass Kostenschuldner ja sein Mandant ist und demzufolge der MB gegen ihn zu richten ist. <br><br>Wäre sehr schön, wenn man mir so schnell wie möglich eine Antwort geben könnte.<br><br>Danke im voraus <br><br>Beate
Beate12
 

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#2 | Beitragvon AndreaKru am 09.02.2005, 10:34

Also wir machen es so, dass mit dem Unterbevollmächtigten Gebührenteilung vereinbart wird. Wenn wir dann die Rechnung von dem Anwalt kriegen oder umgekehrt mein Chef als Unteranwalt tätig ist und ich die Rechnung an die Gegenseite sende, dann wird diese Rechnung auf den Mandanten ausgestellt, weil der Kostenschuldner ist. Dementsprechend würde ich auch den Mahnbescheid gegen den Mandanten machen.<br><br>Ich würde aber an deiner Stelle, sollte die Rechnung nicht auf den Mandanten lauten, diese zuvor nochmal umschreiben und erneut zusenden. Sonst könnte er sich darauf berufen, dass er keine auf ihn ausgestellte Rechnung erhalten hat, diese also nicht fällig ist.<br><br>Hoffe konnte dir helfen.
AndreaKru
 

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#3 | Beitragvon Gast am 09.02.2005, 15:14

Also ich persönlich würde keinen MB gegen den Anwalt beantragen. Eine Krähe hackt der anderen die Augen nicht aus. Vielleicht sollte man einfach mal erinnern mit der Mitteilung, das ansonsten gegen den gemeinsamen mandanten éin MB ergeht bzw. ist die schnellere Form der KFB. Villeicht liegt auch nur ein Mißverständniss vor, ruf Du doch mal die Kanzlei an und frage nach. Ich hatte letzens auch den Fall, allerdings war bei uns die verzögerte Zahlung der RSV dran schuld.
Gast
 

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#4 | Beitragvon Beate12 am 09.02.2005, 23:02

Hallo Funn, <br><br>erstmal danke für deine Antwort. Ich gebe dir da völlig recht, aber anrufen soll ich nicht. Warum, k. A.. Ich weiß allerdings nicht, ob ein Mißverständnis immer noch vorliegt, wenn bislang 3 Mahnungen bzw. höfliche Erinnerungen raus sind. Wir werden mal bei Gericht anrufen und fragen, ob das Verfahren sein Ende gefunden hat und dann die Kosten möglicherweise doch im KFA-Verfahren festsetzen lassen. Ist eine verzwickte Situation. In der Regel wird ja zu den üblichen Konditionen eine solche Sache übernommen, d. h. Gebührenteilung. Aber dazu gibt`s leider keinen schriftlichen Vermerk in der Akte, diesen hat der zuständige Rechtsanwalt nach dem Telefonat nicht gemacht.<br><br>Werde euch wissen lassen, wie es ausgegangen ist. <br><br>LG Beate<br>
Beate12
 

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#5 | Beitragvon Beate12 am 09.02.2005, 23:07

Sorry, ich nochmal. <br><br>Auch lieben Dank von Dir Andrea für die prompte Beantwortung. Deine Meinung teile ich auch. Allerdings ist meine Chefin da anderer Meinung. Sie vertritt diese: Der RA hat eine Vollmacht von seinem Mandanten erhalten, die ihn berechtigt Untervollmachten zu erteilen. Demzufolge haftet er auch für die entstehenden Kosten. Kann ich nicht 100 %-zig nachvollziehen, da ja trotz alledem der Mandant die Kosten bezahlen muss bzw. dessen RS (wenn er denn RS versichert ist)und er immer noch Kostenschuldner ist. <br><br>Diese ewige Rumdiskutiererei regt mich so auf. Dabei könnte es so einfach sein, wie Funn schon sagt, einfach mal anrufen, auch wenn 3 Mahnungen oder höfliche Erinnerungen bereits erfolgten. Vielleicht liegt ja wirklich der sogenannte Wurm in der Akte und es doch untergegangen ist. <br><br>Also bis bald und einen schönen arbeitsreichen Donnerstag, ich werde berichten. <br><br>LG Beate
Beate12
 

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#6 | Beitragvon Gast am 10.02.2005, 00:42

Hallöchen,<br><br>bleib auf jeden Fall hartnäckig, mit einem MB gegen den Kollegen würde sich die Anwältin nur lächerlich machen. Denn Kosenschuldner ist und wird auch immer der Mandant bleiben. Du hast Recht nach so vielen Mahnungen, dürfte es eigentlich nicht sein, aber bitte bedenke viele Anwälte haben zwei Kategorien von Arbeit Wichtig und unwichtig, unter unwichtig fallen oft Zahlungen an andere Anwälte ;). Kennen wa da schon alles. <br><br>Ich weiß nicht inwiefern Du allein tätig werden darfst aber ich hatte ja denn Fall und fragte von mir aus an, wo das Geld bliebe, ansonsten müssen wir leider die Kostenfestsetzung gegn den MDT durchführen, natürlich alles ganz höflich und siehe da es hat geklappt. Ab und an gehen auch drei Mahnungen gekonnt unter, nämlich dann, wenn man evt. selber das Geld vom MDT. noch nicht bekommen hat.
Gast
 

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#7 | Beitragvon Beate12 am 11.02.2005, 16:25

Hallo,<br><br>danke für deine Antwort und entschuldige meine verspätete Antwort.<br><br>Die Anwälte haben, auch wenn sie es woanders nicht so genau nehmen, es gern selbst in den Händen die Kores auf Band anzusagen, außer es wird zu schwierig, dann werden sie zappelig. Auch wenn es um nicht bezahlte Kostenrechnungen geht, sind sie zickig, sollen sie ja auch sein, aber in diesem Fall, wird am Montag meine Kollegin dort anrufen und mal nachhaken. <br><br>Je nach Antwort des Anwaltes wird von uns dann entschieden, ob gegen diesen MB erlassen. Der Rest ist dann nicht von uns zu verantworten, sondern den lieben Juris selbst. Werde dich auf dem Laufenden halten.<br><br>Beate
Beate12
 


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