Ausbildung gekündigt

Hier findet ihr Fragen und Anmerkungen rund um das Azubi-Dasein.

Ausbildung gekündigt

#1 | Beitragvon Dani am 27.01.2005, 13:55

Hallo,<br>bin hier neu und bräuchte unbdingt mal eure Meinung.<br>Ich bin seit Juni 2004 bei einem Rechtsanwalt in #Ausbildung gewesen. Es lief schon von Anfang an nicht so gut in der Kanzlei. Auffallend waren die vielen eigenen Mandate, d.h. es war der Anwalt gegen irgendwen anders in eigener Sache. Im Laufe der zeit verschlimmerte sich das nur. Im August kam ein neuer Anwalt, der aber schon im September wieder ging, weil er sich bezgl. der eigenen Mandate ausgenutzt vorkam. Im Dezeber beka, ich dann meine Vrgütung (die ja ohnehin nciht allzu hoch ist) erst knapp drei WOchen später als üblich und habe beschlossen, nachdem ich den ANwalt mehrmals daruf angesprochen hatte, die Kanzlei zu wechseln. Habe auch sofort eine gefunden, allerdings wollte mir mein Chef keinen AUfhebungsvertrag geben, so dass mir nciht anderes übrigblieb, im Januar zu kündigen - fristlos...nachdem die Kammer auch einen Monat lang auf mein vermittlungsgesuch nicht reagierte. Nun ist mir natürlich bekannt, dass mein ehemaliger Chef Schadensersatzforderungen geltend machen kann. Hat irgendjemand mal was Ähnliches gehört oder sogar selbst erlebt?
Dani
 

Ausbildung gekündigt

#2 | Beitragvon Gast am 27.01.2005, 15:26

Warum hast du nicht einfach direkt im Sep./Okt. ordentlich gekündigt? Dann hätte er doch nichts sagen können. Vielleicht war ja auch noch Resturlaub vorhanden, den du nehmen konntest. <br>Fristlos? - Aus welchem Grund? Hat er das Gehalt nicht weiter gezahlt?<br>Wenn nicht, hätte er keinen Grund Schadensersatzansprüche geltend zu machen, sondern eher du auf deine Ausbildungsvergütung.<br>Ich hab in der Ausbildung selber nach 1 1/2 Jahren gekündigt, mein neuer Ausbilder hat sich direkt mit dem alten in Verbindung gesetzt, um das zu klären. Ist das bei dir evtl. auch möglich? So von Anwalt zu Anwalt ist doch eh immer was anderes. Ich hab dann letztendlich doch den Aufhebungsvertrag bekommen und bin direkt gewechselt.
Gast
 

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#3 | Beitragvon Fruit am 19.05.2005, 14:47

also die Nichteinwilligung zum Aufhebungsvertrag rechtfertigt die fristlose Kündigung nicht. Hat er dich irgendwie grob beleidigt oder ist dir zu Nahe gekommen etc.?<br><br>Und das mit der regelmäßigen Kündigungsfrist, ich zitiere mal § 22 Nr. 2 2) BBiG<br><br>(2) Nach der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis nur gekündigt werden <br><br>1. aus einem wichtigen Grund ohne Einhalten einer Kündigungsfrist<br><br>2. von Auszubildenden mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen, wenn sie die Berufsausbildung aufgeben oder sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen wollen. <br><br><br>und zu der fristlosen:<br><br>(4) Eine Kündigung aus einem wichtigen Grund ist unwirksam, wenn die ihr zugrunde liegenden Tatsachen dem zur Kündigung Berechtigten länger als zwei Wochen bekannt sind. Ist ein vorgesehenes Güteverfahren vor einer außergerichtlichen Stelle eingeleitet, so wird bis zu dessen Beendigung der Lauf dieser Frist gehemmt.<br><br><br>BBiG 2005 § 23 Schadensersatz bei vorzeitiger Beendigung <br> <br>(1) Wird das Berufsausbildungsverhältnis nach der Probezeit vorzeitig gelöst, so können Ausbildende oder Auszubildende Ersatz des Schadens verlangen, wenn die andere Person den Grund für die Auflösung zu vertreten hat. Dies gilt nicht im Falle des § 22 Abs. 2 Nr. 2. <br><br>(2) Der Anspruch erlischt, wenn er nicht innerhalb von drei Monaten nach Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses geltend gemacht wird.<br> <br><br>Vielleicht hilft das ein wenig weiter. <br><br>
Fruit
 

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#4 | Beitragvon Fruit am 19.05.2005, 14:50

also ich es hab im Endeffekt so verstanden, dass du dich nicht schadensersatzfplichtig machst, wenn du dich für einen anderen Beruf entscheidest oder allgemein diese alte Berufsausbildung aufgibst, das heißt wohl so viel wie, wenn du dann ne Ausbildung als Steuerfachangestellte machst, machst du dich nicht schadenserstazpflichtig...<br><br>das Gesetz ist echt dumm, wenn ich es richtig verstanden habe..
Fruit
 

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#5 | Beitragvon Gast am 19.05.2005, 14:58

Sofern kein Grund für eine außerordentliche Kündigung bestehen muss halt entsprechend der gesetzlichen Fristen gekündigt werden und dann kann der AG auch kein Schadenersatz geltend machen.
Gast
 

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#6 | Beitragvon Fruit am 19.05.2005, 14:59

guck mal hier nach: http://www.kanzlei.de/frlk.htm<br><br>und hier: <br>http://66.102.9.104/search?q=cache:WVVm_ywXqbQJ:www.vaa.de/site/4aktinfo/sub4recht/kuendigung.pdf+fristlose+k%C3%BCndigung%2Bgr%C3%BCnde&hl=de<br><br>unter anderem nachzulesen:<br><br>Auch eine grobe Beleidigung des Arbeitgebers oder eines Vorgesetzten rechtfertigt unter Umständen eine außerordentliche Kündigung. Hierbei sind aber alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, insbesondere ob der Mitarbeiter beispielsweise durch den Vorgesetzten gereizt wurde, die Erregung des Mitarbeiters und der unter den Beteiligten übliche Sprachgebrauch.<br><br>Naja oder du fragst einfach mal bei dem neuen Anwalt nach *g* <br><br>
Fruit
 


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