Abrechnung im WEG-Verfahren

Abrechnung im WEG-Verfahren

#1 | Beitragvon Bianca am 04.12.2004, 22:30

Hallo,<br><br>wird wurden von der verwalteirn im Namen der Wohnungseigentümer beauftragt eine Klage bei Gericht einzureichen. Das Gericht war jedoch der Meinung, daß die Klage auf alle Wohnungseigentümer einzeln umgestellt werden muß. Dies geschah sodann.<br><br>Als das Klageverfahren beendet war, wurde die Angelegenheit gegenüber den Wohnungseigentümer mit einer entsprechenden Erhöhungsgebühr abgerechnet. Die Rechnung wurde sodann an die Verwalterin verschickt.<br><br>Die Verwalterin zahlte die Rechnung jedoch nicht, so daß wird uns gezwungen sahen Kostenfestsetzungantrag gegen eigene Partei zu stellen. Hierbei wurde sodann eine entsprechende Erhöhungsgebühr in Ansatz gebracht, wie auch schon in der Rechnung.<br><br>Sodann sagten aber einige Wohnungseigentümer, daß sie gar nichts von unserer Beauftragung wußten und damit auch nicht einverstanden gewesen wären. Die Verwalterin hat wohl alles auf eigene Faust durchgeführt, ohne die Eigentümer entsprechend zu informieren.<br><br>Sodann wurde der Kostenfestsetzungsantrag entsprechend auf die Verwalterin mit Erhöhungsgebühr für alle Wohnungseigentümer umgestellt.<br><br>Das Gericht ist nun der Meinung, daß die Erhöhungsgebühr nicht mehr in Ansatz gebracht werden kann, wenn die Kostenfestsetzung nur gegen die Verwalterin gemacht wird.<br><br>Nun meine Frage, muß die Verwalterin nicht trotzdem dafür haften und die volle Erhöhungsgebühr zahlen? Wäre schön wenn ich ein bischen Rechtssprechung von Euch bekommen könnte, die mir weiterhilft.<br><br>Gruß Bianca???
Bianca
 

Abrechnung im WEG-Verfahren

#2 | Beitragvon Gast am 07.12.2004, 19:36

Zu deinen Gunsten finde ich im Moment nur folgende, ältere Entscheidung:<br><br> Erhöhungsgebühr bei Vertretung einer Wohnungseigentümergemeinschaft durch den Verwalter <br><br>Ist der RA des Verwalters einer Wohnungseigentümergemeinschaft für die Gemeinschaft tätig geworden, so steht ihm die Gebührenerhöhung nach § 6 BRAGO auch dann zu, wenn er von dem Verwalter mandatiert worden ist und nur mit ihm verhandelt hat. Die Gemeinschaft hat dadurch auch nicht gegen ihre Schadensminderungspflicht verstoßen (gegen LG Frankenthal Rpfleger 84, 201 und OLG Koblenz JurBüro 85, 711). <br><br>OLG Düsseldorf, Beschl. vom 08.06.1990 - 3 Wx 93/90 - <br><br>Ich würde allerdings schon noch prüfen, ob der Verwalter wirklich ohne Beschluss der Eigentümergemeinschaft tätig geworden ist. Wenn einige Miteigentümer nicht informiert sind, bedeutet dies nicht, dass ein entsprechender Beschluss vorliegt.
Gast
 

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#3 | Beitragvon Gast am 07.12.2004, 21:23

Verwalter auf die Haftung hinweisen und die Verwaltervollmacht in Kopie erbitten. Wird gewöhnlich zur Verfügung gestellt. Hieraus sollte sich schon ergeben, welche Rechte der Verwalter im einzelnen hatte und ob überhaupt ein Eigentümerbeschluss für den Rechtsstreit notwendig gewesen ist.<br>Wenn die Vollmacht den Auftrag deckt, dann sind alle WE Gesamtschuldner der Kosten. Diese müssen sich dann mit dem Verwalter auseinandersetzen.
Gast
 


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