Fiktive Reisekostenabrechnung

Fiktive Reisekostenabrechnung

#1 | Beitragvon Manuela1 am 27.11.2002, 17:42

Hallo,<br><br>kann mir mal jemand helfen? Das Gericht will uns die Kosten für den Korrespondenzanwalt nicht festsetzen, dafür aber die Kosten einer fiktiven Informationsreise. Wer darf dann wohin gefahren sein? Der Mandant zum Korrespondenzanwalt oder der Prozeßbevollmächtigte zum Korrespondenzanwalt oder andersherum? Und was kann ich abrechnen - nur die Fahrtkosten + Abwesenheitsgeld bzw. Verdienstausfall?<br><br>Ich hab so eine Abrechnung noch nie gemacht, aber irgendwann ist es ja immer das erste Mal. 8-) Hoffentlich höre ich bald etwas von Euch! Ansonsten schönen Abend noch!<br><br>Manuela
Manuela1
 

Fiktive Reisekostenabrechnung

#2 | Beitragvon Sandra am 28.11.2002, 15:42

Hallo Manuela,<br><br>hatte ich auch schon oft. Manche Gerichte wollen einfach keine Reisekosten geschweige denn mal Kopiekosten festsetzen. Der Mandant hätte sich ja einen Anwalt vor Ort nehmen können. Und so ist es genau gemeint, also Fahrtkosten, die euer Mandant von sich zu Hause zum Gericht gehabt hätte. Pech hat man, wenn der Mandant z.Bsp. in Magdeburg wohnt und das Gericht ebenfalls in Magdeburg ist, dann fielen nur Straßenbahnkosten an. <br><br>Hoffe geholfen zu haben.<br><br>bis denn<br><br>sandra
Sandra
 

Fiktive Reisekostenabrechnung

#3 | Beitragvon Gast am 28.11.2002, 18:49

Ich nehme an, dass der Mandant in der Nähe Ihres Kanzleisitzes wohnt und das Verfahren vor einem etwas entfernteren Gericht stattgefunden hat. Als fiktive Kosten festsetzbar sind hier die Fahrtkosten des Mandanten zu dem Anwalt am Ort des Gerichts (hier sind die Bahnkosten 2. Klasse anzusetzen, soweit diese günstiger sind als die Fahrt mit dem Pkw) sowie die Kosten laut ZSEG. Weiter kann in den meisten Fällen eine 2/10 Ratsgebühr geltend gemacht werden, denn der Mandant kommt ja erst einmal zu Ihnen in die Kanzlei. Sie beraten ihn dann dahingehend, dass er eventuell besser einen Anwalt am Ort des Gerichts direkt beauftragt, da eventuelle Kosten eines Korrespondenzanwalts nicht erstattungsfähig sind. Dies kann der Mandant von sich aus nicht wissen. Wenn das Gericht nun aber schon darauf hingewiesen hat, dass es nur eine Informationsreise als erstattungsfähig ansieht, bin ich mir nicht sicher, ob es die Ratsgebühr akzeptieren wird. Probieren könnte man es aber auf jeden Fall.<br><br>Viele Grüße <br><br>Valy
Gast
 

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#4 | Beitragvon Manuela1 am 29.11.2002, 09:59

Hallöchen,<br><br>danke erst mal an Sandra und Valy. Ich habe jetzt eine 1/10 Ratsgebühr (teilte das Gericht so mit) + AP + MwSt geltend gemacht und die Fahrtkosten des Mandanten zum Anwalt am Gerichtsort. Da von der Mandantschaft ein Angestellter zum Anwalt gefahren wäre, also kein Verdienstausfall eingetreten wäre, habe ich nur den niedrigsten Satz gemäß § 2 Abs. 3 ZSEG für die reine Fahrzeit (hatte mir das Gericht so gesagt) geltend gemacht. Schauen wir mal, ob das nun so in Ordnung ist.<br><br>Schönen Freitag noch<br>Manuela
Manuela1
 


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