Ausbildung

Hier findet ihr Fragen und Anmerkungen rund um das Azubi-Dasein.

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#1 | Beitragvon SteffiA am 29.02.2004, 20:38

Wer von euch hat die Ausbildung zur RA-Fachangestellten schon hinter sich und kann mir ein bißchen was drüber erzählen?
SteffiA
 

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#2 | Beitragvon sabine1978 am 02.03.2004, 19:05

Was genau willst Du denn wissen?
sabine1978
 

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#3 | Beitragvon PS22 am 04.03.2004, 20:51

Hallo Steffi, <br><br>hab dir ne private Mail geschickt!<br><br>Viele Grüße<br>Peggy
PS22
 

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#4 | Beitragvon SteffiA am 07.03.2004, 01:08

Zum Beispiel auf wieviel RW ich mich gefasst machen muss und persönliche Erfahrungen interessieren mich auch. LG
SteffiA
 

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#5 | Beitragvon Meli am 10.03.2004, 10:20

Hallo SteffiA,<br><br>ich habe die Ausbildung schon hinter mir und kann sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat. Sie ist zwar nicht immer einfach und auch sehr anstrengend vom schulischen her, aber ich bereue es auf keinen Fall. <br><br>Ist eine super Ausbildung!<br><br>Willst du denn eine machen in diesem Bereich?<br><br>Viele Grüße
Meli
 

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#6 | Beitragvon PS22 am 10.03.2004, 11:04

Hallo Steffi, <br>Hallo Meli,<br><br>bei der Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten kann man wirklich sagen, dass man was fürs Leben lernt. Gerade was Rechtsgeschäfte im täglichen Leben betrifft, da wird man echt sensibilisiert und hinterfragt mehr, bevor man sich zu irgendetwas entschließt. Im Gegensatz zu vielen anderen Berufen, bekommt man hier keine Ausbildung zum Fachidioten. Mit dieser Ausbildung kann man echt in jeden anderen Bürojob einsteigen. Ich würde diese Ausbildung auch jedem empfehlen, muss aber meiner Vorrednerin Recht geben, dass man sehr viel lernen und auch mal ein freies Minütchen opfern muss, um den ganzen Stoff zu verinnerlichen. Aber dieser Aufwand lohnt sich. <br><br>Was ich aber auch jedem Azubi empfehlen möchte ist, auch mal von sich aus zu fragen, ob sie sich an neuen Aufgaben versuchen dürfen. Denn viele Kanzleien tendieren dazu, die Azubis für Botengänge, Kopieren, Archivsortieren etc. einzustellen. Wer also nicht die gesamten drei Jahre Deppenarbeit verrichten will, der muss sich auch mal neuen Aufgaben stellen. Natürlich ist es eigentlich Sache des Ausbilders, dem Azubi neue Sachen beizubringen. Aber man fährt einfach besser, wenn man selbst den zeitlichen Rahmen ein wenig mitbestimmen kann. Ich habe in einer kleinen Kanzlei gelernt, so dass man zwangsläufig von allem etwas mitbekommt und auch sehr früh an schwierige Aufgaben herangelassen wird (habe nach zwei Monaten Ausbildung meine erste Urlaubsvertretung machen müssen und musste darauf natürlich auch vorbereitet werden - mit Erfolg). Bei Großkanzleien ist das leider nicht der Fall. Hier lernt man frühestens im zweiten, manchmal sogar erst im dritten Lehrjahr die eigentlich berufsrelevanten Sachen. <br><br>Wenn sich nun auch noch die Zahlungsmoral der Anwälte ändern würde, dann hätten wir echt einen Traumjob.<br><br>Liebe Grüße<br>Peggy<br><br>
PS22
 

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#7 | Beitragvon Meli am 10.03.2004, 16:28

Hallo Peggy,
Meli
 

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#8 | Beitragvon Meli am 10.03.2004, 16:28

Hallo Peggy,<br><br>da kann ich dir nur voll und ganz zustimmen. Ich war die gesamten drei Lehrjahre alleine in der Kanzlei (natürlich mit Chef :-)) Ich bin also sozusagen ins kalte Wasser geschmissen worden. Es hat super geklappt und macht heute noch spaß.<br><br>Zwei Monate am Anfang meiner Ausbildung war ich in einer Großkanzlei und habe die von dir ausgeführte Deppenarbeit erledigt. Es war auch keine Aussicht auf Besserung. Deshalb habe ich mich entschieden, dann lieber etwas mehr reinhängen, als der Hivi sein.<br><br>Was deine Ausführung zum täglichen Leben betrifft, kann ich dir auch nur vollkommen zustimmen. Man sieht auf einmal alles mit anderen Augen, wo man vor der Ausbildung bestimmt nicht hinterfragt hätte.<br><br>Schöne Grüße<br><br><small><i>Beitrag wurde editiert (2004-03-10 15:32:38)</i></small>
Meli
 

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#9 | Beitragvon PS22 am 10.03.2004, 16:57

Hallo Meli,<br><br>da hast du ja auch Glück gehabt, in einer kleinen Kanzlei lernen zu dürfen. Das ist m. E. auch wirklich das Beste, was einem passieren kann. Am Anfang hatte ich schon ein bissle Schiss als ich das erste Mal ganz alleine auf mich gestellt war, aber die Urlaubsvertretung hat mich echt gestärkt. Ich war motiviert, so schnell wie möglich so viele Dinge wie möglich zu lernen, um die nächste Urlaubsvertretung noch besser meistern zu können. Das war sowohl für die Prüfung als auch fürs außerberufliche Leben von Vorteil. Ich bin froh, diese Ausbildung gemacht zu haben und würde dies auch jederzeit wiedertun. Momentan mache ich den Rechtsfachwirt. Das ist auch sehr anstrengend, aber bringt ebenfalls eine Menge. <br>Wir Refas müssen halt nicht mit der rosaroten Brille durchs Leben laufen :-)<br><br>Viele Grüße<br>Peggy<br>
PS22
 

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#10 | Beitragvon Meli am 10.03.2004, 17:06

<small><i><b>Antwort auf: </b>Hallo Meli,<br><br>da hast du ja auch Glück gehabt, in einer kleinen Kanzlei lernen zu dürfen. Das ist m. E. auch wirklich das Beste, was einem passieren kann.<br>Wir Refas müssen halt nicht mit der rosaroten Brille durchs Leben laufen :-)<br><br>Viele Grüße<br>Peggy<br></i></small><br><br><br><br>Da kann ich mal wieder nur zustimmen ;-)<br><br>Die erste Zeit alleine denkt man zwar, dass einem alles über den Kopf wächst, aber einmal drin, dann klappts und macht auch spass.<br><br>Echt du machst den Rechtsfachwirt bzw. wirtin :-) <br>Wie lange denn schon. Ich würde es auch gerne machen. Ist schwer?<br><br>Grüße
Meli
 

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#11 | Beitragvon PS22 am 10.03.2004, 17:19

Hallo Meli, <br><br>ich habe im November 2003 mit den Rechtsfachwirtkursen angefangen. Einige Sachen (BGB, ZPO, Kostenrecht) beherrsche ich noch aus dem FF, so dass ich in diesen Bereichen keine Probleme habe mit dem Stoff. Aber Öffentliches Recht ist nicht so mein Ding - ist wohl aber auch nicht Thema Nr. 1 in den Prüfungen :-). Wenn man sich richtig reinkniet und regelmäßig liest und die Unterlagen durcharbeitet ist das alles kein Problem. <br><br>Ich hatte nach der Ausbildung irgendwie das Gefühl, dass es das noch nicht gewesen sein kann. Wir hatten zwar in ZV eine sehr gute Lehrerin, trotzdem fand ich den übermittelten Stoff sehr lückenhaft. Für einfache ZV-Aufgaben hätte es gereicht, aber man will ja doch auch mal ein bisschen in die Tiefe gehen. <br><br>Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen, den Rechtsfachwirt zu machen. Das ist eine Investition, die sich wirklich lohnt. Vielleicht bekommst du ja auch deinen Chef dazu, dass er dir den Kurs bezahlt.<br><br>Viele Grüße <br>Peggy
PS22
 

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#12 | Beitragvon Meli am 10.03.2004, 17:24

Genau das Gefühl habe ich auch schon seit Ende meiner Ausbildung. <br><br>Irgendwie fühle ich mich zu höherem berufen ;-) <br>Mir macht meine Arbeit zwar tierisch spaß, aber wissen kann man nie genug, oder?<br><br>Ich habe mir auch schon überlegt, ob ich meinen Chef frage, habs nur bisher nicht getraut. Wie kommst du denn so zurecht mit Arbeiten und Lernen? Machst dus auch als Fernstudium, oder?<br><br>Ich habe mir auch überlegt, gleich den Assessorreferent jur. zu machen, aber ich bin mir nicht sicher. Ich denke vernünftiger ist zuerst einmal die Rechtsfachwirtin.<br><br>Grüße
Meli
 

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#13 | Beitragvon PS22 am 11.03.2004, 11:00

Hallo Meli, <br><br>ich habe schon von einigen gehört, die nach der Lehre ins Leere gefallen sind und irgendwo das Gefüll hatten Da muss mehr sein . <br><br>Direkt nach der Prüfung war ich natürlich froh über die neu gewonnene Freizeit, habe mich voll und ganz meinem Hobby gewidmet, aber schon nach zwei, drei Wochen zog es mich wieder zum Lernen. Das hätte ich, wenn ich ehrlich bin, mal nicht von mir gedacht. Wobei ich auch sagen muss, dass ich nie Probleme in der Schule hatte und es mir auch immer leicht gefallen ist.<br>Ich mache den Rechtsfachwirt allerdings nicht über ein Fernstudium. Bei uns wird das hier von einem Aus- und Weiterbildungsträger angeboten. Das ist insoweit praktisch, als dass man immer alles vor Ort hat und eigentlich ganz normal zum Unterricht geht. Wir haben jeden Mittwoch vier Stunden und alle zwei Wochen Samstag acht Stunden Unterricht. Das ist natürlich neben dem Beruf schon anstrengend. Momentan fühle ich mich echt richtig ausgelaugt. Die ursprüngliche Regelung mit meinem Chef war zwar, dass ich nur 32 Stunden wöchentlich arbeiten muss, aber wie das bei Anwälten halt so ist, ist das leider nicht machbar. Meistens muss ich also doch 40 Stunden arbeiten, hetze dann noch zum Unterricht, arbeite den vermittelten Stoff noch mal durch und bin am Ende der Woche so richtig k.O. Andererseits muss ich ja nur zwei Jahre durchhalten. Ich denke, das ist machbar. <br><br>Frag einfach mal deinen Chef, was er davon hält. Die meisten Chefs freuen sich eigentlich - ist halt nur die Frage, ob sie dich nach der Ausbildung auch wie eine Rechtsfachwirtin bezahlen. <br><br>Viele Grüße<br>Peggy<br>
PS22
 

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#14 | Beitragvon Gast am 11.03.2004, 14:15

Hallo Peggy,<br><br>weist du was denn so im Rahmen des üblichen liegt, zwecks Gehalt, wenn man dann die Ausbildung fertig hat.<br><br>Was kann man denn dann mehr verlangen? Wurde das bei euch im Unterricht auch schon mal angesprochen?<br><br>Prinzipiell findet er Fort- bzw. Weiterbildungen super, ob ers bezahlt steht auf einem anderen Blatt.<br><br>Ich habe eigentlich ein Stipendium durch den guten Abschluss erhalten, nur meine Kammer sagt, ihr stehen nicht genügend Mittel zur Verfügung um mir die Gesamtkosten zu erstatten, ich müsste die zur Verfügung stehenden Mittel also mit anderen teilen. <br><br>Hat mich am Anfang tierisch geärgert, da ich dachte, ich könnte umsonst weitermachen, aber leider nicht.<br>
Gast
 

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#15 | Beitragvon Meli am 11.03.2004, 14:15

Hallo Peggy,<br><br>weist du was denn so im Rahmen des üblichen liegt, zwecks Gehalt, wenn man dann die Ausbildung fertig hat.<br><br>Was kann man denn dann mehr verlangen? Wurde das bei euch im Unterricht auch schon mal angesprochen?<br><br>Prinzipiell findet er Fort- bzw. Weiterbildungen super, ob ers bezahlt steht auf einem anderen Blatt.<br><br>Ich habe eigentlich ein Stipendium durch den guten Abschluss erhalten, nur meine Kammer sagt, ihr stehen nicht genügend Mittel zur Verfügung um mir die Gesamtkosten zu erstatten, ich müsste die zur Verfügung stehenden Mittel also mit anderen teilen. <br><br>Hat mich am Anfang tierisch geärgert, da ich dachte, ich könnte \\\ umsonst\\\ weitermachen, aber leider nicht.<br>
Meli
 

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