Nun, dafür müßte er schon selbst die Software auf seinem Rechner haben, sonst ginge das nur über einen Umweg, indem z.B. die Schriftsätze dann extra noch auf dem Server in einem Ordner abgespeichert werden als einzelne Word-Dateien die er sich dann anschauen könnte. Das wäre aber wiederum ein zusätzlicher Aufwand, und die Änderungen müßten dann wiederum in die Schriftsätze sow wie sie in der Datenbank sind wieder importiert werden, sonst hat man im System nicht das was in der Akte ist bzw. was wirklich rausgegangen ist. Dieses Hin und Her würde den Vorteil schon deutlich auffressen.
Meines Wissens sind die meisten Programme eben so konzipiert, daß es bei sagen wir 3 Lizenzen nur drei angemeldete Clients gleichzeitig zugelassen werden. Auf welchen Rechnern diese insgesamt laufen, ist in der Regel unerheblich. Man kann also auch auf 10 Rechnern die Software haben, nur drei davon können gleichzeitig funktionieren. Wir haben für jeden Rechner eine Lizenz, auch wenn nicht jeder alles braucht und vor allem nicht auf allen Rechnern gleichzeitig gearbeitet wird, also könnten wir uns eigentlich locker 2-3 oder sogar mehr Lizenzen einsparen, weil nie im Leben alle gleichzeitig an allen Rechnern arbeiten, ich meine damit alle Anwälte und alle Angestellten.
Im Zweifel kannst du dich immer bei dem konkreten Softwareanbieter ganz genau vergewissern, wie das mit den Lizenzen gehandhabt wird. Wenn eine Software nur so viele Benutzer erlaubt wie die Lizenzen vorhanden sind, dann hast du diese lediglich auf so vielen Rechnern verwenden, wie viele Lizenzen du hast. Wenn eine aber nicht die Anzahl der möglichen Benutzer, sondern nur die gleichzeitige Benutzung anhand der gekauften Lizenzen beschränkt, dann ist alles andere nur die Frage des Time-Sharings

Letztendlich geht Probieren über Studieren, viele Softwarefirmen schicken einem gerne eine zeitlich beschränkte Demoversion für den Einzelplatz, damit kannst du eine Weile auf einem Rechner "spielen" und in der Regel sind alle Funktionen uneingeschränkt da, nur gibt es keinen Server, keine zentrale Datenbank und keinen Zugriff von anderen Rechnern aus, und das auch zeitlich begrenzt, aber dennoch kann man sich sehr guten und umfassenden Eindruck machen von der Software. So bin ich seinerzeit auf Winmacs gekommen, die damalige Kanzlei hing noch am ollen Dilex welches gar nicht mehr weiter entwickelt wurde, ich habe damals einige Demos besorgt und ausprobiert, auch in aller Ruhe zu Hause, habe das alles den Chefs vorgeführt, aber die waren damals noch der Meinung das olle Dilex sei noch gut genug... Ich habe ihnen damals Winmacs empfohlen, und als es dann hieß man bleibt bis auf weiteres bei Dilex, habe ich mich alsbald verabschiedet. Ein Jahr später sind sie dann doch auf Winmacs umgestiegen und haben es bis heute noch.
Ich denke, auch erstmal 2-3 Lizenzen für ein Jahr zu kaufen ist doch bei den Gesamtausgaben fürs Büro und Personal etc. letztendlich nur ein Klecks, und wenn die Angestellten dann mehr Zeit haben sich in Ruhe und ausgiebig mit Sachen wie Abrechnungen und Beitreibungen in eigener Sache zu beschäftigen, das bringt dann übers Jahr gerechnet doch eindeutig mehr Geld in die Kasse rein, als wenn man ein paar Tausender an Software einspart aber dann bei den Abrechnungen in Eile massenweise Gebühren verschenkt und die Titulierung und Zwangsvollstreckung eigener Forderungen nur zwischen Tür und Angel so nebenbei betreibt, statt beides mit nötiger Sorgfalt und letzter Konsequenz zu verfolgen. Wenn du durch die gute Software auch nur 1 Stunde in der Woche mehr hast, und in dieser Stunde auch nur 10 Rechnungen überprüft hast, und auch nur eine davon falsch ist, dann hast du in der Regel (je nach dem was bei euch so für Streitwerte die Regel sind) schon dadurch mehr Geld für die Kanzlei eingefahren, als die eine Lizenz im Monat kostet, und alles andere ist der reine Gewinn. So muß man das sehen, bzw. so sollte man es sehen, und wenn man es anders sieht, na ja dann eben nicht, jeder ist seines Glückes Schmied, und seines Unglückes ebenfalls
